"Hohe Verantwortung bei Spendenbescheinigungen" –
Ulrike Metzing tritt als Vorsitzende der Sportjugend zurück

Ulrike Metzing (Mitte) und Dirk Benjes (rechts) erhielten die Ehrennadel des Kreissportbundes von Wilhelm Rathjen (links), Klaus Dreyer und Werner Hölldobler.

"Wir sind positiv überrascht, dass so viele interessierte Vereinsvertreter nach Hassendorf zu unserer Regionaltagung gekommen sind", stellte Werner Hölldobler, Vorsitzender des Kreissportbundes Rotenburg, an-gesichts eines bis auf den letzten Platz gefüllten Dorfgemeinschaftshauses in Hassendorf fest und fügte hinzu: "Diese Form des Gedankenaustausches und der Information an unsere Vereine hat sich bewährt. Wir werden diese Regionalkonferenzen weiterhin durchführen."

"Steuerrecht und Spenden – Die Gemeinnützigkeit von Vereinen", so lautete das Thema, über das Katja Schloo vom Finanzamt Rotenburg referierte. Sie wolle an diesem Abend über die steuerlichen Begünstigungen für das ehrenamtliche Engagement informieren, aber sie werde und dürfe nicht steuerberatend tätig werden. "Das bleibt unseren Steuerberatern vorbehalten", teilte Katja Schloo den Anwesenden mit. Wichtig sei zunächst einmal, dass ein Verein als gemeinnützig anerkannt sei. Erst unter dieser Voraussetzung könne er die steuerlichen Vorteile nutzen, die vom Gesetzgeber gerade erst vor kurzem geändert worden seien.


So habe der Bundesrat vor wenigen Wochen dem Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerlichen Engagements zu-gestimmt. Damit sei es rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz werde das Ehrenamt finanziell stärker gewürdigt und das Spendenrecht einfa-cher und praktikabler. Neu sei ein Steuerfreibetrag von 500 Euro jährlich für ehrenamtliche Nebeneinkünfte. Damit werden die Kosten abgegolten, die den ehrenamtlich Tätigen durch ihre Beschäftigung entstehen. Wer die Aufwandspauschale in Anspruch nimmt, kann allerdings nicht zusätzlich Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen bekommen, auch nicht den Übungsleiterfreibetrag, der von 1848 Euro auf 2100 Euro im Jahr angehoben wurde.


Für Spenden bis 200 Euro reiche nunmehr ein einfacher Bareinzahlungsbeleg oder eine Buchungsbestätigung als Nachweis aus. "Bitte Vorsicht bei Spendenbescheinigungen. Damit tragen Sie eine große Verantwortung. Spen-den dürfen kein Entgelt für eine Gegenleistung sein", warnte die Referentin. Der Verein dürfe von einem Spendenrücklauf, vor allem bei den Übungsleiterzuschüssen, nicht wirtschaftlich abhängig sein. Die Besteuerungsgrenze, dazu gehören auch sportliche Veranstaltungen, wird auf 35.000 Euro angehoben. Das gilt auch für eine Vereinsgaststätte, wenn die jährlichen Einnahmen unter diesem Betrag bleiben.


"Neubauten, Sanierungen, Erweiterungsbauten und Energiesparmaßnahmen werden derzeit gefördert", teilte Rudi Schulz, Vorsitzender des Ausschusses für Sportstätten und Umwelt, in seinem Referat mit. Die förderfähigen Kosten der Baumaßnahme müssen mindestens 7.500 Euro betragen. Die Zuwendung wird in Höhe von maximal 20 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens jedoch bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gewährt. Der Eigenanteil des Vereins beträgt 20 Prozent. Die Antragsfrist endet am 15. November. "Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Jahr nicht die Summe an Fördermitteln erhalten wie in diesem Jahr. Aber ich glaube schon, dass unser Ausschuss wieder jeden Antrag mit der maximalen Fördersumme in Höhe von 20 Prozent bedienen kann", prognostizierte der Ausschussvorsitzende.


Dann fiel Klaus Dreyer, Vorsitzender des Ehrungsausschusses, die Aufgabe zu, langjährige und verdiente Mitarbeiter der Vereine für ihre Tätigkeit zu danken und sie mit der Ehrennadel des Kreissportbundes und einer Urkunde auszuzeichnen. Ulrike Metzing ist zehn Jahre als Vorsitzende der Sportjugend, Dirk Benjes als Fachwart für den Kanusport tätig. Als Schiedsrichter sind sich Jürgen Fockert und Detlef Louis vom TuS Hemsbünde, sowie Uwe Rautenberg seit nunmehr 25 Jahren aktiv. Die silberne Ehrennadel erhält Hans-Hermann Meyer, der den TuS Ostervesede seit 20 Jahren leitet. Leider waren nur zwei der Geehrten anwesend.



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