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Erwin
Günzel legt Sportabzeichenarbeit in jüngere Hände
Tarmstedt (pop). "Ich lege mein Amt als Sportabzeichenbeauftragter
des Kreissportbundes Rotenburg nach mehr als 15 Jahren mit dem heutigen
Tag nieder. Ab diesem Jahr kann diese Arbeit nur noch mit einem
Computer und DSL-Anschluss bewältigt werden. Ich habe keinen
Computer und werde mir dafür auch keinen anschaffen",
teilte Erwin Günzel den Sportabzeichen-Stützpunktleitern
des Kreises mit.
Denn
mit Beginn des Jahres 2006 gebe es einige gravierende Veränderungen
auf dem Gebiet der Sportabzeichenarbeit, die einen PC mit DSL-Anschluss
voraussetzten. Die Bearbeitung der Sportabzeichen wird nicht mehr
vom Landessportbund in Hannover vorgenommen sondern vor Ort in den
Kreisen geleistet. Außerdem seien einige Bedingungen geändert
worden.
Die Nachfolge von Erwin Günzel wird Marlies Loss aus Sottrum
unter Mithilfe ihres Ehemannes Reiner antreten. Bei ihr laufen in
dieser Saison die Anträge aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen,
werden dort bearbeitet und dann die Urkunden und Nadeln an die Absolventen
zurückgegeben. Das hat aber zur Folge, dass in diesem Jahr
alle Daten der Sportabzeichenabsolventen in den PC eingegeben werden
müssen, was natürlich mit Mehrarbeit verbunden ist. Dafür
erleichtert es die Arbeit in den folgenden Jahren. Das Ehepaar Loss
hat sich bereits auf einer Tagung des Landessportbundes mit dem
neu entwickelten Sportabzeichen-Programm vertraut gemacht und festgestellt:
"Das Programm läuft hervorragend und ist stabil."
Im
vergangenen Jahr seien fast 5000 Sportabzeichen im Kreis Rotenburg
verliehen worden, 2699 an Schülerinnen und Schüler, 1124
an Jugendliche und etwa 764 (von Günzel geschätzte Zahl)
an Erwachsene. Außerdem hätten 113 Familien die Bedingungen
für das Sportabzeichen erfüllt. "Damit rechne ich
uns gute Chancen bei der diesjährigen Verleihung des Albert-Lepa-Preises
aus", so Erwin Günzel. Mit dem Albert-Lepa-Preis werden
alljährlich die erfolgreichsten Sportabzeichen-Kreissportbünde
durch den Landessportbund ausgezeichnet. Natürlich habe Scheeßel
mit seinen mehr als 1200 Abzeichen anlässlich der Sonderaktion
zur 1200-Jahrfeier des Ortes zu diesem hervorragenden Ergebnis beigetragen.
"Somit sind während meiner Amtszeit fast 60.000 Sportabzeichen
in unserem Kreis verliehen worden", freute sich Günzel.
Allerdings seien noch nicht alle Sportabzeichen aus dem Jahre 2005
aus Hannover zurück, die Bearbeitung der letzten Anträge
werde sich noch etwa vier Wochen hinziehen. "Leider sind die
meisten Schulen sehr zurückhaltend bei der Abnahme der Sportabzeichen,
obwohl sie doch für jedes abgelegte Abzeichen Geld bekommen",
bedauerte Günzel. Es hätten sich auch nur wenige Schulen
für den Schulwettbewerb gemeldet. Auf diesem Gebiet gebe es
noch viel zu tun.
Wilhelm Rathjen, Sportwart im Kreissportbund Rotenburg, würdigte
die Arbeit des scheidenden Sportabzeichen-Fachwartes Erwin Günzel.
"Du hast in den vergangenen Jahren eine gute Sportabzeichenarbeit
geleistet und viel für das Sportabzeichen in unserem Kreis
getan. Dafür möchte ich dir heute den Dank des Kreissportbundes
aussprechen."

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