"Lieber einen Muskelkater als einen Knochenbruch" –
Fast 200 Senioren feierten kurzweiligen Nachmittag
Zeven

"Wir haben im Seniorenbereich immer noch Zuwächse in unserer Statistik zu verzeichnen", stellte Wilhelm Rathjen, Vorsitzender des Turnkreises im Kreissportbund Rotenburg, vor fast 200 vorwiegend weiblichen Gästen im Ballhaus Meyer in Zeven fest und fügte hinzu: "Unsere Vereine tragen ein großes Stück zur Gesunderhaltung der älteren Menschen bei. Sie kümmern sich um die älteren Mitmenschen durch spezielle auf dieses Alter zugeschnittene sportliche und gesellschaftliche Angebote."
Die Mitglieder des Seniorenausschusses nach getaner Arbeit  

Für Heiner Ehlen, Minister des Landes Niedersachsen, ist die Teilnahme an den alljährlichen Seniorennachmittagen des Turnkreises Pflicht. "Wir können stolz sein auf das, was hier in unserem Kreissportbund an Seniorenarbeit geleistet wird. Jede ältere Mitbürgerin und jeder ältere Mitbürger kann sich in unseren Vereinen seinem Alter und seinem körperlichen Befinden entsprechend ein Angebot aussuchen. Mein Dank gilt allen, die ehrenamtlich mithelfen, die Senioren in den Vereinen zu betreuen. Ihr spart unserer Gesellschaft riesige volkswirtschaftliche Kosten."

 
Line-Dance der Damen aus Sittensen


Bewegungsarmut sei genau so schädlich, wie das Rauchen, so Peter Bitomsky, Vorsitzender des Seniorenrates im Landkreis Rotenburg, dem an einer guten Zusammenarbeit mit allen Seniorenabteilungen im Kreis gelegen ist. Er fügte hinzu: "Lieber einen anständigen Muskelkater als einen komplizierten Knochenbruch." In diesem Zusammenhang lobte er die vielfältigen Angebote der Turngruppen, die sich in vorbildlicher Weise um die Gesundheit der Senioren in den Vereinen kümmerten.

Peter Schmöe, Vorsitzender des Seniorenausschusses im Kreissportbund Rotenburg, hat beobachtet, dass sich die Einstellung der älteren Menschen zum Sport und zum Sporttreiben gegenüber früher geändert hat. Während man früher dem Sportverein mit zunehmendem Alter den Rücken kehrte ("Dorför bün ick to old"), habe in den letzten Jahren ein Umdenken stattgefunden. Viele hätten den Sport gerade im fortgeschrittenen Alter für sich entdeckt und suchten gezielt nach gesundheitlichen Angeboten. Er plane für den Spätsommer ein Treffen für die Seniorenbeauftragten der Vereine auf Kreisebene, um die Arbeit noch effektiver gestalten zu können.

Jürgen Husemann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Zeven, stellte beim Anblick der Gäste im Ballhaus Meyer fest: "Wenn ich Sie so ansehe, dann habe ich keine Angst davor älter zu werden. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass man auch im Alter noch fit sein und voll im Leben stehen kann."

Heidi Kaul, Seniorenwartin des Turnkreises, fiel dann die Aufgabe zu durch ein buntes und äußerst kurzweiliges Programm zu führen, das die Damen vom Schützenverein Rüspel-Volkensen mit einem Sketch "Im Wartezimmer" eröffneten. Mit ihren humorvollen, auf plattdeutsch vorgetragenen Klatsch- und Tratschgeschichten und einer Buddel Korn sorgten sie für allgemeine Heiterkeit.

Die Seniorengruppe des TuS Reeßum begeisterte ihr Publikum mit deutschen, englischen und israelischen Tänzen. Vom VfL Sittensen sorgte eine Line-Dance-Gruppe für schwungvolle Bewegung auf dem Parkett. Die Damen vom TSV Hönau-Lindorf hatten eine schwungvolle Ballgymnastik zur Musik "Wir sind alle über 40" mitgebracht, und die Damen des Seniorenausschusses überraschten ihre Gäste mit einer gemeinsamen Gymnastik.

Natürlich gehörten auch gemeinsam gesungene Lieder, musikalisch begleitet vom Akkordeon-Orchester Sittensen unter der Leitung von Ulrike Schmeichel und Maike Eckhoff, ein Tanz für alle, heitere und besinnliche Geschichten und Gedichte und eine gemeinsame Kaffeetafel zum Programm dieses Nachmittags.

 



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