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„Im
Kreissportbund Rotenburg wird gute Arbeit geleistet“ – Präsidium
des Landessportbundes besucht Landkreis
Gyhum
(pop). „Ich heiße das Präsidium des Landessportbundes im
schönsten Landkreis Niedersachsens willkommen. Wir haben uns schon
gefragt, ob das ein Kontrollbesuch sein soll “, begrüßte Werner
Hölldobler, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB) Rotenburg, die
Mitglieder des Präsidiums des Landessportbundes (LSB) Niedersachsen
mit Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach an der Spitze. Dessen Antwort:
„Wir sind kein Kontrollorgan, wir möchten lediglich einmal hören,
wo hier vor Ort der Schuh drückt, welche Sorgen ihr habt.“
Von
größeren Sorgen konnte Hölldobler nicht berichten, ganz im
Gegenteil: „Wir werden immer noch hervorragend von unserem
Landkreis unterstützt, ebenso die Vereine von ihren Kommunen.“
Aber im Hinblick auf die Bestandserhebung, speziell die letzte Seite,
auf der die passiven Mitglieder der Vereine aufgelistet werden
sollen, gebe es einigen Unmut in den Vereinen. Viele Vereine hätten
passive Mitglieder in ihren Reihen, die den Verein durch ihren
Beitrag lediglich unterstützen und nicht möchten, dass ein Teil
dieses Geldes nach Hannover an den LSB fließe.
Prof.
Umbach versprach, dass diese Gelder nicht beim LSB bleiben, sondern
dem Sportbetrieb wieder zugute kommen. Außerdem appellierte er an
das Solidaritätsprinzip. „Wenn unsere Vereine die passiven
Beitragszahler nicht hätten, dann wäre der Sport für unsere Kinder
und Jugendlichen kaum noch bezahlbar.“
Reinhard
Rawe, Direktor des LSB, lobte die neue Bestandserhebung. Sie sei eine
große Erleichterung für alle, auch für die Geschäftsstellen der
Stadt- und Kreissportbünde, was Geschäftsstellenleiterin Hella
Rosenbrock auch bestätigen konnte. Sie sei die weitestgehende in
Deutschland und wegweisend auch für andere Landessportbünde. „Ich
glaube, sie wird sich in ganz Deutschland durchsetzen.“
Auch
die geplante Kooperation mit Nachbarkreissportbünden wurde vom
KSC-Chef thematisiert. Der LSB möchte die Zusammenarbeit – nicht
Fusion, wie Prof. Umbach noch einmal deutlich herausstellte - der
Kreissportbünde bei der Vereinsentwicklung und Beratung, Bildung und
weiteren Serviceleistungen forcieren. Bei der Bewältigung dieser
Aufgaben sollten mindestens zwei Sportbünde zusammenarbeiten.
Dadurch soll ein gleiches Leistungsangebot für alle Sportvereine in
Niedersachsen, ein möglichst effektiver und effizienter Einsatz von
personellen und finanziellen Ressourcen erreicht sowie
Ungleichbehandlungen in der finanziellen Förderung vermieden werden.
„Die
Seniorenarbeit in unserem KSB läuft sehr gut“, stellte Peter
Schmöe fest. In nahezu allen Fachsparten werde Seniorenarbeit
betrieben, nicht nur beim Turnen. Angebotene Lehrgänge seien immer
sehr gut besucht. „Wir brauchen entsprechend ausgebildete
Übungsleiter für diese Altersgruppe, die immer noch leichte
Zuwächse aufweist.“ LSB Geschäftsführer Norbert Engelhardt
sprach die stetig sinkenden Bevölkerungszahlen, Schülerzahlen und
die daraus zwangsläufig resultierende Schließung von
Schulstandorten an. „Was passiert dann mit den Sporthallen, die an
diese Schulen angedockt sind?“ Auch werde Sport in Zukunft über
den ganzen Tag verteilt an den Ganztagsschulen angeboten. Das habe
zur Folge, dass die Vereinsübungsleiter auch vormittags im Rahmen
der Kooperation Schule und Verein zur Verfügung stehen müssten.
„Die Schul- und Vereinslandschaft wird sich drastisch ändern“,
prophezeite Reinhard Rawe.

Foto: Das
Präsidium des Landessportbundes Niedersachsen und Mitglieder des
Kreissportbundes Rotenburg trafen sich zum Gedankenaustausch
www.ksb-rotenburg.de

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