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"Hände müssen
funktionieren und nicht gut aussehen"
Frauenarbeitstagung in Rüspel mit Teilnehmerrekord
"Ich bin überrascht und freue mich sehr darüber,
dass unsere diesjährige Frauenarbeitstagung, die der Kreissportbund
und der Turnkreis gemeinsam durchführen, so viele Frauen aus
dem gesamten Kreis hierher nach Rüspel gelockt hat", stellte
eine sichtlich zufriedene Eva Graske, Frauenwartin des Kreissportbundes
Rotenburg, in der bis auf den letzten Platz gefüllten, neuen
Schützenhalle in Rüspel fest. Immerhin waren mehr als
140 Frauen nach Rüspel gekommen, um sich aus erster Hand über
aktuelle Themen rund um den Frauensport informieren zu lassen und
den Vortrag von Dr. Uwe Mall zum Thema "Rheuma und Sport"
zu verfolgen.
Auch Heinz Meyer, Schützenpräsident des gastgebenden Schützenvereins
Rüspel/Volkensen, war erstaunt über die gut gefüllte
Halle: "Damit haben wir nicht gerechnet. Uns wurden im Vorfeld
etwa 100 Frauen angekündigt." Bürgermeister Heinrich
Willenbrock freute sich, "dass in der neuen Schützenhalle
ständig etwas los ist. Ich habe während meiner langjährigen
Amtszeit noch nie vor so viel netten und vor allem ehrenamtlich
tätigen Damen gestanden." Er wisse aus eigener Erfahrung
in seinem Verein, was ehrenamtliche Tätigkeit bedeute und wie
überaus wichtig sie sei. Damenleiterin und Gastgeberin Helga
Rathjen stellte die vielseitigen Aktivitäten ihrer Schützendamen
vor.
"Unser diesjähriger Tag des Frauensports war leider nicht
so gut besucht wie ich gehofft hatte. Ich hätte es mir und
vor allem den Botheler Frauen gewünscht, wenn mehr Frauen zu
unserem Kreisfrauentreffen gekommen wären", stellte Eva
Graske rückblickend fest. Heidi Kaul, Seniorenwartin des Turnkreises,
ließ den Seniorennachmittag des Turnkreises Revue passieren.
"Es war ein sehr schöner und harmonischer Nachmittag,
es hätten aber noch mehr Zuschauer teilnehmen können."
Dass der Kreissportbund und der Turnkreis eng zusammenarbeiten,
spiegelt sich auch in der neuen, gemeinsamen Lehrgangsbroschüre
für das kommende Jahr wider. "Sucht euch die für
auch interessanten Kurse aus diesem Heftchen oder im Internet heraus.
Es gibt keine weitere Einladung zu unseren Lehrgängen. Dieses
Heft ist allen aktiven Übungsleitern und Übungsleiterinnen
und den Abteilungsleitern zugestellt worden", teilte Helga
Behnke, stellvertretende Vorsitzende des Turnkreises, mit.
"In diesem Jahr konnten wieder 22 Vereine unseres Turnkreises
mit dem Pluspunkt Gesundheit für besondere Gesundheitsangebote
ausgezeichnet werden", freute sich Gerda Buck, Gesundheitsbeauftragte
im Turnkreis. Damit hätte etwa jeder vierte Turnverein im Kreis
Rotenburg die-se hochgradige Auszeichnung erhalten. Ein Gesundheitssportlehrgang
zum Thema "Ernährung und Bewegung" sei sehr gut besucht
worden. Im kommenden Jahr seien wei-tere Lehrgänge zu diesem
Thema in der Planung und könnten dem Lehrgangsheft entnommen
werden.
"Warum legen die Hühner Eier und welche Aufgabe hat der
Hahn?", das wollten Simone Beckmann und Annika Albers wissen,
und kamen zu dem Schluss: "Eigentlich ist Papa dann doch auch
überflüssig." Die beiden jungen Damen erheiterten
ihre Zuschauer mit diesem kleinen, humorvollen Sketch ebenso, wie
Heidi Holst, Sigrid Heins und Gunda Meyer mit ihren plattdeutschen
Wartezimmergesprächen, die zu allerhand komischen Missverständnissen
führten.
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"Die drei Damen möchte
ich nach Sahlenburg einladen, damit sie meine Patienten im Wartezimmer
mit ihrer humorvollen Art und ihren köstlichen Sketchen
auf andere Gedanken bringen", wünschte sich Dr. Uwe
Mall, Rheumaorthopäde und leitender Arzt im Seehospital
Sahlenburg, und ließ sich auch gleich die Adressen geben,
bevor er zum Thema "Rheuma und Sport" referierte.
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Drei tratschende
Frauen im Wartezimmer:
(v.l.) Heidi Holst, Sigrid Heins und Gunda Meyer |
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"Rheumatische Erkrankungen sind ein bunter Blumenstrauß
entzündlicher Erkrankungen des Bewegungsapp-rates." Diese
Entzündungen führen zu Schmerz, Schwellung, Rötung,
Überwärmung, zu eingeschränkten Funktionen bis hin
zur Gelenkzerstörung. Rheuma beginnt meistens an den Händen.
Die Finger spannen, die Gelenkspalthöhe nimmt ab, die Hand
schwillt an. Hier helfe häufig nur ein chirurgischer Eingriff.
"Die Rheumachirurgie steht ohnehin auf dem Standpunkt, dass
die Hände nicht unbedingt gut aussehen sondern funktionieren
müssen", so der Rheumaorthopäde. Häufig werde
aber auch die Halswirbelsäule befallen, was zu Rückenmarksschäden
führen könne. Äußerlich sichtbare Zeichen einer
rheumatischen Erkrankung seien starke Schwellungen der Gelenke,
vor allem auch an den Füßen. In besonders schwierigen
Fällen helfe hierbei das Versteifen. "Das klingt sehr
schlimm, ist aber eine gute Langzeithilfe", versprach der Referent.
| Zu den Sportarten, die
ein Rheumapatient je nach dem Stadium und der Aggressivität
der Erkrankung ausüben kann und darf, gehören beispielsweise
Radfahren, weil es eine gleich bleibende, wiederkehrende Bewegung
ist, oder auch Schwimmen, aber ohne Überanstrengung. Fußball
und Tennis hingegen bergen viele Gefahren durch abrupte Beschleunigungsvorgänge,
durch Stöße und Schläge. Alle Sportarten mit
geringem Kraftaufwand bei möglichst gleichförmigen
Bewegungsabläufen sind für Rheumapatienten geeignet. |
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Dr. Mall
referiert über das Thema. "Rheuma und Sport" |
"Das Sporttreiben halte ich für wichtig,
besonders auch für den sozialen Bereich, damit die Betroffenen
gesellschaftlich nicht ausgegliedert werden", so der Facharzt,
bevor er sich noch einer ganzen Reihe von Fragen aus dem Publikum
stellen musste.

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